CREATIVE & DESIGN DIRECTION

Polymedikations Vertrag aok

Date : 08/01/2020

Klingenberg A, Broge B, Herholz H, Szecsenyi J, Ose D. Bewertung von speziellen HAUSARZT-zentrierten Gesundheitsverträgen in Deutschland durch die teilnehmenden Hausärzte. Aktuelle Situation und Zukunftsperspektiven. Med Klin. 2010;105:89–95. Hausärzte berichteten von unterschiedlichen Beratungsverhalten ihrer Patienten, je nach Region der Registrierung, wobei städtische Patienten ihre Hausärzte wegen Banalitäten konsultieren, während ländliche Patienten Besuche in der allgemeinen Praxis zu verzögern scheinen. Studien aus anderen Ländern, z. B. Schweden, Australien und Schottland, finden ähnliche Ergebnisse, die Patienten in ländlichen Regionen berichten, die primäre Gesundheitsversorgung seltener konsultieren als städtische Patienten für alle Arten von Erkrankungen [50,51,52,53,54], wobei städtische Patienten anspruchsvoller sind und eine “verbraucherfreundlichere” Ausrichtung zeigen [50]. Dies lässt sich zum Teil damit erklären, dass ein hohes Angebot in der Regel zu höheren Auslastungsraten führt. Eine höhere Dichte an Ärzten führt zu einer erhöhten Initiierung ihrer Leistungen [7] und einer eher leichten Reduzierung der ambulanten pflegeempfindlichen Krankenhausaufenthalte [18]. Grobe et al.

weist eine höhere Zahl von abgerechneten Behandlungsfällen und höhere Behandlungskosten für Patienten aus Stadtstaaten (z.B. Hamburg, Bremen) auf [55]. Die gemeldeten höheren Fluktuationsraten von Patienten und der Wettbewerb zwischen Patienten zwischen Hausärzten in städtischen Regionen könnten miteinander in Beziehung stehen. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass es in städtischen Gebieten eine hohe GP-Dichte gibt und Patienten ihren Hausärzten weniger vertrauen als in städtischen Regionen. Der gemeldete verminderte Vertrauens in die Fähigkeiten von Hausärzten könnte auch die Tendenz der Patienten, Hausärzte zu wechseln, weiter verstärken, wenn sie nicht zufrieden sind. Obwohl in den subjektiven Berichten der Hausärzte besagt wird, dass Patienten häufig in städtischen Regionen Hausärzte wechseln, zeigen Statistiken, dass Arzt-Shopping nicht das übliche Verhalten der Patienten ist [55,56,57]. Die oben genannten Probleme, mit denen städtische Hausärzte konfrontiert sind (Patientenfluktuation, Wilderei von Patienten), könnten durch die Stärkung der Rolle des Hausarztes als Koordinator im deutschen Gesundheitssystem gehandhabt werden. Hausarztzentrierte Gesundheitsverträge (HZV), Allgemeinmediziner-zentrierte integrierte Versorgung, wie sie von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten werden, könnten wohl eine Lösung darstellen. Die Auswertung dieser Verträge durch Klingenberg et al. ergab, dass 70,0% der Teilnehmer der Umfrage (GPs) das HZV-Positive im Allgemeinen bewerteten, 60,1% der Meinung, dass dies ihre Rolle als Hausarzt stärkt. Positive Effekte wurden auch bei der Koordinierung der Versorgung und der Zusammenarbeit mit Patienten beobachtet [58].

Laux et al. berichteten in ihrer umfangreichen Auswertung der HAUSARZT-zentrierten Gesundheitsversorgung in Süddeutschland weniger Kontakte zum Hausarzt und weniger Überweisungen an Spezialisten der Gruppe mit GP-zentrierter Gesundheitsversorgung [59]. Die Herausforderung, potenziell schädliche Verzögerungen bei der Gesundheitsversorgung bei Patienten auf dem Land zu reduzieren, was durch die schlechtere Zugänglichkeit der ländlichen Gesundheitsversorgung deutlich wird, bleibt bestehen [50]. Pflegeheim: spezialisierte Heime/Stationen (psychiatrisches Pflegeheim, Pflegeheime für Patienten, die mechanische Beatmung oder suchtbedürftig eisbedürftig sind), Patienten in Der Kurzzeitpflege. Pflegeheimbewohner: Bewohner ohne schriftliche Zustimmung, Bewohner mit einer Lebenserwartung von weniger als 6 Monaten auf der Grundlage der GP-Bewertung. Hausärzte: derzeit Teilnahme an einem sogenannten Polymedikationsvertrag (HzV) mit der AOK und/oder Teilnahme an einer aktuellen Studie über die Medikation von Pflegeheim-Rsidenten, Hausärzten, die gleichzeitig Interventions- und Kontrollheime betreuen, Hausärzten ohne schriftliche Zustimmung. Apotheker: ohne Bereitschaft, an den ATHINA- und HIOPP-3-Schulungen teilzunehmen, Apotheker, die gleichzeitig Interventions- und Kontrollgruppen-Pflegeheime betreuen, Apotheker ohne schriftliche Zustimmung. Im Gegensatz dazu werden die städtischen Gebiete von einem Überangebot an Primärversorgungspraxen dominiert. Hausärzte berichteten von einem hohen Wettbewerb und Wilderei von Patienten, zum Beispiel bei vorübergehendem Ersatz.